Wortschatz-Übungen2026-08-2910 Min. Lesezeit

Make oder do? 30 Übungen zu den häufigsten Kollokationen

Make erzeugt etwas mit Ergebnis (make a mistake, make money, make friends), do erledigt Tätigkeiten (do homework, do the shopping, do your best) – und manchmal heißt „machen“ auf Englisch take oder have. Die 30 Übungen unten korrigieren sofort, mit deutscher Erklärung.

Die Kernregel: make steht, wenn etwas Neues entsteht – ein Ergebnis, ein Produkt, eine Reaktion (make a mistake, make a decision, make noise, make an offer). Do steht für Tätigkeiten und Aufgaben ohne sichtbares Produkt (do homework, do the shopping, do the dishes, do your best, do sports). Der Rest ist Fleißarbeit: Kollokationen sind fest, man wählt nicht aus, man kennt sie – und das deutsche „machen“ verteilt in beide Richtungen falsch, weil „einen Fehler machen“ (make!) und „Hausaufgaben machen“ (do!) sich im Deutschen identisch anfühlen.

Dazu kommt die dritte Falle, die für Deutsche die verblüffendste ist: Manche deutschen „machen“-Sätze heißen im Englischen take oder have – ein Foto machen = take a photo, eine Pause machen = take a break, eine Party machen = have a party. Die 30 Übungen unten trainieren alle drei Fälle, jede Antwort wird sofort korrigiert und auf Deutsch erklärt.

Make, wenn etwas Neues entsteht (make a mistake, make a decision, make money); do bei Tätigkeiten und Aufgaben ohne Produkt (do homework, do the shopping, do your best). Viele feste Wendungen muss man als Kollokation lernen – „make/do“ folgt nicht immer der Logik.

Quiz: Make oder do? — 30 Kollokationen

Aufwärmen · Klasse 7
Q1.Can you ___ me a favour?
Q2.I need to ___ an important phone call.
Q3.The children ___ too much noise.
Q4.She ___ her homework every afternoon.
Q5.We ___ a lot of business with Japanese companies.
Q6.I want to ___ new friends at my new school.
Q7.Who ___ the dishes in your flat?
Q8.He ___ a big mistake in the exam.
Q9.Let's ___ a plan for the weekend.
Q10.The kids ___ a mess in the kitchen.
Mittelstufe · Klasse 9
Q1.This company ___ a lot of money.
Q2.I have to ___ some shopping after work.
Q3.She ___ research for her thesis.
Q4.Can we ___ a break? I'm exhausted.
Q5.He ___ a photo of the skyline.
Q6.The government must ___ a decision soon.
Q7.We're ___ a party for her birthday.
Q8.Who ___ the cooking in your family?
Q9.I'm not ready yet – I still need to ___ my hair.
Q10.The film ___ fun of the 80s.
Knifflig · Abitur-Niveau
Q1.Could you ___ an appointment for me?
Q2.The report has to be ___ by Friday.
Q3.He ___ sports three times a week.
Q4.We ___ progress on the project.
Q5.The teacher ___ sure everyone understood the task.
Q6.It doesn't ___ any difference.
Q7.Could you ___ the beds while I pack?
Q8.Sorry, I can't talk now – I'm ___ the ironing.
Q9.Nobody ___ me an offer, so the flat is still for sale.
Q10.___ your best and don't worry about the grade.

Die Kernregel: Produkt oder Tätigkeit?

Make, wenn am Ende etwas Neues steht – ein Ergebnis, das man zeigen kann: a mistake, a decision, money, noise, progress, an offer. Do, wenn die Handlung selbst im Vordergrund steht, ohne sichtbares Produkt: homework, the shopping, the dishes, sports, your best, research. Alles darüber hinaus ist Kollokation – feste Partnerschaften, die man nicht herleitet, sondern kennt.

make + Ergebnis: make a mistake, make a decision, make money, make noise, make progress, make an offer, make sure, make friends.
do + Tätigkeit: do homework, do the shopping, do the dishes, do the ironing, do sports, do research, do your best, do someone a favour.
Hausarbeiten, Besorgungen, Körperpflege → do. Alles, was ein Ergebnis hinterlässt → make.
Am besten lernst du die Wendung immer mit dem Verb: nie „a decision“ allein, sondern make a decision.
Sprich die Kollokation beim Lernen laut als Block: make-a-decision, do-the-shopping. Das Ohr speichert das Verb mit – und wählt später automatisch.

Die dritte Option: Wenn „machen“ take oder have heißt

Die Regel make/do löst nur zwei Drittel der deutschen machen-Sätze – das letzte Drittel gehört take und have, und genau hier entstehen die Fehler, die Korrektoren am häufigsten sehen: ein Foto machen = take a photo, eine Pause machen = take a break, eine Dusche machen = take a shower, eine Party machen = have (oder throw) a party, ein Gespräch machen = have a conversation.

take a photo / a picture — „ein Foto machen“
take a break / a rest / a shower — „eine Pause/ausruhen/duschen“
take a look (at) — „einen Blick werfen“
have a party / a conversation / an argument — „eine Party/ein Gespräch/einen Streit (haben)“
Wenn weder make noch do bekannt klingt, probiere take oder have – für Deutsche ist die dritte Option der wahrscheinlichste Fix.

Warum das deutsche „machen“ systematisch in die Irre führt

Das deutsche machen deckt make, do, take und have gleichzeitig ab: „einen Fehler machen“, „Hausaufgaben machen“, „ein Foto machen“, „eine Party machen“. Dein Sprachgefühl kennt also nur eine Kategorie, wo Englisch vier trennt. Schlimmer noch: Die deutschen Muster sind inkonsistent – „einen Fehler machen“ zeigt auf make, „Hausaufgaben machen“ auf do, „ein Foto machen“ auf take. Wörtliches Übertragen produziert also im Schnitt in jedem zweiten Satz das falsche Verb.

Deshalb hilft Regelwissen allein nur bedingt: Die Regel sortiert neue Fälle grob, aber die verlässliche Sicherheit kommt aus gespeicherten Kollokationen. Jede der 30 Fragen oben speichert eine solche Wendung als Block – und jede Erklärung verankert zusätzlich, in welche Richtung das deutsche „machen“ dich gezogen hätte.

„einen Fehler machen“ → make (die Ausnahme, die deutsche Intuition bestätigt)
„Hausaufgaben/Einkäufe machen“ → do (das deutsche machen täuscht)
„ein Foto/eine Pause machen“ → take (die dritte Verb-Falle)
„eine Party machen“ → have/throw (ebenfalls dritte Option)
Markiere in deinem Vokabelheber jede neue Wendung gleich mit dem richtigen Verb – und streiche das deutsche „machen“ als Vorlage komplett.

So sitzen die Kollokationen nach einer Woche

Kollokationen lernt man durch schnelle Wiederholung mit sofortiger Rückmeldung – jeder Klick oben wird sofort korrigiert, solange die Wendung frisch ist. Eine 30er-Runde täglich, nach einer Woche Wiederholung: Dann wählst du make und do nicht mehr per Regel, sondern per Erinnerung an den Satz.

Für eigene Texte: Füge eine E-Mail oder einen Aufsatz in PromGees kostenlosen Grammatik-Prüfer ein – er findet Verb-Fehlkopplungen wie „make homework“ und erklärt auf Deutsch, welche Wendung das Englische verlangt.

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Häufige Fragen

Wann benutzt man make und wann do?

Make, wenn etwas Neues entsteht (make a mistake, make a decision, make money); do bei Tätigkeiten und Aufgaben ohne Produkt (do homework, do the shopping, do your best). Viele feste Wendungen muss man als Kollokation lernen – „make/do“ folgt nicht immer der Logik.

Heißt „ein Foto machen“ make oder take?

Take a photo – weder make noch do. Gleiches gilt für take a break (eine Pause machen), take a shower und have a party (eine Party machen). Das deutsche „machen“ verteilt sich im Englischen auf vier Verben.

Welche make-do-Wendungen sollte man unbedingt kennen?

Die häufigsten: make a mistake, make a decision, make money, make sure, make progress, make friends – und do your best, do homework, do the shopping, do the dishes, do research, do someone a favour. Wer diese zwölf Blöcke kennt, besteht die meisten Prüfungsfragen.

Prüfe make/do in deinem eigenen Text

Kollokationen sitzen durch Korrektur, nicht durch Regeln. Füge deinen Text in PromGees kostenlosen Grammatik-Prüfer ein und sieh jede make-do-Entscheidung – auf Deutsch erklärt.

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Quellen & Referenzen

Dieser Leitfaden basiert auf etablierten englischen Grammatik-Ressourcen. Weitere Details finden Sie in den folgenden Quellen.