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Wortschatz-Übungen

Make oder do? 30 Übungen zu den häufigsten Kollokationen

Make erzeugt etwas mit Ergebnis (make a mistake, make money, make friends), do erledigt Tätigkeiten (do homework, do the shopping, do your best) – und manchmal heißt „machen“ auf Englisch take oder have. Die 30 Übungen unten korrigieren sofort, mit deutscher Erklärung.

Geschrieben von Raheel AshrafLesezeit: ca. 11 Min.

Kostenlose Übungen: Englische Grammatik üben: kostenlose Übungen mit Antworten

Die Kernregel: make steht, wenn etwas Neues entsteht – ein Ergebnis, ein Produkt, eine Reaktion (make a mistake, make a decision, make noise, make an offer). Do steht für Tätigkeiten und Aufgaben ohne sichtbares Produkt (do homework, do the shopping, do the dishes, do your best, do sports). Der Rest ist Fleißarbeit: Kollokationen sind fest, man wählt nicht aus, man kennt sie – und das deutsche „machen“ verteilt in beide Richtungen falsch, weil „einen Fehler machen“ (make!) und „Hausaufgaben machen“ (do!) sich im Deutschen identisch anfühlen.

Dazu kommt die dritte Falle, die für Deutsche die verblüffendste ist: Manche deutschen „machen“-Sätze heißen im Englischen take oder have – ein Foto machen = take a photo, eine Pause machen = take a break, eine Party machen = have a party. Die 30 Übungen unten trainieren alle drei Fälle, jede Antwort wird sofort korrigiert und auf Deutsch erklärt.

Quiz: Make oder do? — 30 Kollokationen

Aufwärmen · Klasse 7

1.Can you ___ me a favour?
2.I need to ___ an important phone call.
3.The children ___ too much noise.
4.She ___ her homework every afternoon.
5.We ___ a lot of business with Japanese companies.
6.I want to ___ new friends at my new school.
7.Who ___ the dishes in your flat?
8.He ___ a big mistake in the exam.
9.Let's ___ a plan for the weekend.
10.The kids ___ a mess in the kitchen.

Mittelstufe · Klasse 9

11.This company ___ a lot of money.
12.I have to ___ some shopping after work.
13.She ___ research for her thesis.
14.Can we ___ a break? I'm exhausted.
15.He ___ a photo of the skyline.
16.The government must ___ a decision soon.
17.We're ___ a party for her birthday.
18.Who ___ the cooking in your family?
19.I'm not ready yet – I still need to ___ my hair.
20.The film ___ fun of the 80s.

Knifflig · Abitur-Niveau

21.Could you ___ an appointment for me?
22.The laundry has to be ___ by Friday.
23.He ___ sports three times a week.
24.We ___ progress on the project.
25.The teacher ___ sure everyone understood the task.
26.It doesn't ___ any difference.
27.Could you ___ the beds while I pack?
28.Sorry, I can't talk now – I'm ___ the ironing.
29.Nobody ___ an offer for the flat, so it is still for sale.
30.___ your best and don't worry about the grade.
Lösungen und ErklärungenNach dem Quiz zum Kontrollieren öffnen.
  1. 1. doDo a favour: „jemandem einen Gefallen machen“ – genau dieses deutsche machen verleitet dich zu make. Favour gehört fest zu do, neben do the dishes und do your best.
  2. 2. makeMake a call: „einen Anruf machen“ – hier stimmt deine Intuition zufällig. Das Ergebnis (ein geführtes Gespräch) entsteht neu, also make.
  3. 3. makeMake noise: Lärm ist ein Produkt, das erzeugt wird. „Lärm machen“ klingt im Deutschen genauso – und hier führt make zum Erfolg.
  4. 4. doesDo homework: Hausaufgaben sind eine Aufgabe, kein Produkt. „Hausaufgaben machen“ – hier verführt das deutsche machen in die make-Falle. Außerdem: every afternoon → Simple Present does.
  5. 5. doDo business: Geschäft ist die allgemeine Tätigkeit, nicht ein erzeugtes Produkt – also do, gegen jedes deutsche Gefühl von „Geschäfte machen“.
  6. 6. makeMake friends ist die feste englische Wendung für Freunde finden oder Freundschaften schließen. „Freunde machen“ ist keine verlässliche deutsche Vorlage.
  7. 7. doesDo the dishes: Abwasch ist eine Haushaltsaufgabe – festes do-Territorium. „Wer macht bei euch die Spülmaschine?“ → Who does the dishes.
  8. 8. madeMake a mistake: ein Fehler ist ein erzeugtes Ergebnis. „Einen Fehler machen“ – wieder hilft das deutsche machen: make ist richtig.
  9. 9. makeMake a plan: Ein Plan ist etwas Neues, das entsteht. Regel-Erinnerung: make = produzieren (a plan, a decision, a suggestion), do = erledigen.
  10. 10. madeMake a mess: Chaos ist das Ergebnis der Aktion → make. „Ein Chaos anrichten/machen“ – hier hilft die Logik weiter: Was übrig bleibt, ist das Produkt.
  11. 11. makesMake money: Geld wird erzeugt, nicht erledigt. „Geld machen“ klingt deutsch korrekt – und ist hier sogar das richtige Vorbild. Die Ausnahme, in der machen verlässlich ist.
  12. 12. doDo the shopping: Einkaufen ist eine Besorgung → do. „Einkäufe machen“ – das deutsche machen führt hier in die make-Falle; die Besorgungen gehören zu do.
  13. 13. doesDo research: Recherche ist eine Arbeit ohne greifbares Produkt in diesem Satz → do. „Forschung betreiben/machen“ – im Englischen fest do research.
  14. 14. takeDie dritte-Verb-Falle: „eine Pause machen“ heißt take a break – weder make noch do. Deutsche machen-Kollokationen verteilen sich im Englischen auf take (Foto, Pause, Dusche) und have (Party, Gespräch).
  15. 15. tookTake a photo: „ein Foto machen“ ist die berühmteste take-Falle für Deutsche. Make a photo existiert nicht – klingt nur logisch.
  16. 16. makeMake a decision ist eine übliche Wendung. Take a decision ist ebenfalls britisches Standardenglisch und nicht auf EU-Texte beschränkt; take steht hier nicht zur Auswahl.
  17. 17. havingHave a party (oder throw a party): „eine Party machen/schmeißen“ – make ist hier die klassische deutsche Falle. Feiern ist ein Ereignis, das man hat, nicht ein Produkt.
  18. 18. doesDo the cooking: Kochen als Aufgabe → do. Gegenprobe: Make dinner ist auch richtig (das Essen als Produkt) – aber the cooking als Tätigkeit verlangt do.
  19. 19. doDo one's hair: „sich die Haare machen“ – festes do. Ähnlich: do the washing-up, do the ironing, do one's nails. Körper- und Haushaltspflege ist do-Land.
  20. 20. makesMake fun of: „sich über etwas lustig machen“ – trotz „machen“ im deutschen Sinngefühl ist es make, weil Spott erzeugt wird. Feste Wendung, am besten als Block lernen.
  21. 21. makeMake an appointment: „einen Termin machen/vereinbaren“ → make, weil der Termin neu entsteht. Do an appointment existiert nicht.
  22. 22. doneWäsche wird erledigt → be done. „Die Wäsche muss bis Freitag erledigt werden“ – mit made wäre der Satz falsch, weil Wäsche keine Kollokation mit make bildet. do = ausführen.
  23. 23. doesDo sports: „Sport machen“ verleitet zu make – richtig ist do. Gleiches Muster: do exercise, do karate, do yoga. Körperliche Aktivität als Aufgabe = do.
  24. 24. makeMake progress: Fortschritt ist etwas, das entsteht – festes make. „Fortschritte machen“ → make progress. Auch make an effort, make a suggestion folgen dieser Logik.
  25. 25. madeMake sure bedeutet sicherstellen oder dafür sorgen, dass etwas geschieht. Im Satz steht die Vergangenheit made sure. Die deutsche Formulierung „dafür machen, dass“ ist keine passende Vorlage.
  26. 26. makeMake a difference: einen Unterschied „machen“ → make, der Unterschied entsteht. Auch hier arbeitet das deutsche machen zufällig mit – aber nur in dieser Richtung.
  27. 27. makeMake the bed: „das Bett machen“ – hier gehört make hin, weil das fertige Bett das Produkt ist. Ein deutsches machen, das diesmal korrekt ist – die Ausnahmen muss man kennen.
  28. 28. doingDo the ironing: Hausarbeiten sind do-Territorium – do the washing, do the cleaning, do the ironing. „Bügeln machen“ mit make wäre der klassische Fehler beim Übersetzen aus dem Deutschen in E-Mails.
  29. 29. madeMake an offer: ein Angebot wird unterbreitet, also erzeugt → make. „Ein Angebot machen“ – make stimmt. Auch make a suggestion, make a comment, make a promise.
  30. 30. DoDo your best: „dein Bestes geben/machen“ → festes do. Neben do someone a favour die zweitwichtigste do-Wendung überhaupt – Abitur-Stoff in jeder E-Mail-Prüfung.

Die Kernregel: Produkt oder Tätigkeit?

Make, wenn am Ende etwas Neues steht – ein Ergebnis, das man zeigen kann: a mistake, a decision, money, noise, progress, an offer. Do, wenn die Handlung selbst im Vordergrund steht, ohne sichtbares Produkt: homework, the shopping, the dishes, sports, your best, research. Alles darüber hinaus ist Kollokation – feste Partnerschaften, die man nicht herleitet, sondern kennt.

  • make + Ergebnis: make a mistake, make a decision, make money, make noise, make progress, make an offer, make sure, make friends.
  • do + Tätigkeit: do homework, do the shopping, do the dishes, do the ironing, do sports, do research, do your best, do someone a favour.
  • Hausarbeiten, Besorgungen, Körperpflege → do. Alles, was ein Ergebnis hinterlässt → make.
  • Am besten lernst du die Wendung immer mit dem Verb: nie „a decision“ allein, sondern make a decision.

Sprich die Kollokation beim Lernen laut als Block: make-a-decision, do-the-shopping. Das Ohr speichert das Verb mit – und wählt später automatisch.

Die dritte Option: Wenn „machen“ take oder have heißt

Die Regel make/do löst nur zwei Drittel der deutschen machen-Sätze – das letzte Drittel gehört take und have, und genau hier entstehen die Fehler, die Korrektoren am häufigsten sehen: ein Foto machen = take a photo, eine Pause machen = take a break, eine Dusche machen = take a shower, eine Party machen = have (oder throw) a party, ein Gespräch machen = have a conversation.

  • take a photo / a picture — „ein Foto machen“
  • take a break / a rest / a shower — „eine Pause/ausruhen/duschen“
  • take a look (at) — „einen Blick werfen“
  • have a party / a conversation / an argument — „eine Party/ein Gespräch/einen Streit (haben)“

Wenn weder make noch do bekannt klingt, probiere take oder have – für Deutsche ist die dritte Option der wahrscheinlichste Fix.

Warum das deutsche „machen“ systematisch in die Irre führt

Deutsches machen hat keine feste Eins-zu-eins-Übersetzung. Lerne englische Wendungen wie make a mistake und do homework als ganze Einheiten.

Deshalb hilft Regelwissen allein nur bedingt: Die Regel sortiert neue Fälle grob, aber die verlässliche Sicherheit kommt aus gespeicherten Kollokationen. Jede der 30 Fragen oben speichert eine solche Wendung als Block – und jede Erklärung verankert zusätzlich, in welche Richtung das deutsche „machen“ dich gezogen hätte.

  • „einen Fehler machen“ → make (die Ausnahme, die deutsche Intuition bestätigt)
  • „Hausaufgaben/Einkäufe machen“ → do (das deutsche machen täuscht)
  • „ein Foto/eine Pause machen“ → take (die dritte Verb-Falle)
  • „eine Party machen“ → have/throw (ebenfalls dritte Option)

Markiere in deiner Gedächtnisstütze jede neue Wendung gleich mit dem richtigen Verb – und streiche das deutsche „machen“ als Vorlage komplett.

So sitzen die Kollokationen nach einer Woche

Kollokationen lernt man durch schnelle Wiederholung mit sofortiger Rückmeldung – jeder Klick oben wird sofort korrigiert, solange die Wendung frisch ist. Eine 30er-Runde täglich, nach einer Woche Wiederholung: Dann wählst du make und do nicht mehr per Regel, sondern per Erinnerung an den Satz.

Für eigene Texte: Füge eine E-Mail oder einen Aufsatz in PromGees kostenlosen Grammatik-Prüfer ein – er findet Verb-Fehlkopplungen wie „make homework“ und erklärt, welche Wendung das Englische verlangt.

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Häufige Fragen

Wann benutzt man make und wann do?

Make, wenn etwas Neues entsteht (make a mistake, make a decision, make money); do bei Tätigkeiten und Aufgaben ohne Produkt (do homework, do the shopping, do your best). Viele feste Wendungen muss man als Kollokation lernen – „make/do“ folgt nicht immer der Logik.

Heißt „ein Foto machen“ make oder take?

Take a photo – weder make noch do. Gleiches gilt für take a break (eine Pause machen), take a shower und have a party (eine Party machen). Das deutsche „machen“ verteilt sich im Englischen auf vier Verben.

Welche make-do-Wendungen sollte man unbedingt kennen?

Die häufigsten: make a mistake, make a decision, make money, make sure, make progress, make friends – und do your best, do homework, do the shopping, do the dishes, do research, do someone a favour. Wer diese zwölf Blöcke kennt, besteht die meisten Prüfungsfragen.

Prüfe make/do in deinem eigenen Text

Kollokationen sitzen durch Korrektur, nicht durch Regeln. Füge deinen Text in PromGees kostenlosen Grammatik-Prüfer ein und sieh jede make-do-Entscheidung – mit kurzer Erklärung.

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Quellen & Referenzen

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